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Studie: Mittelstand profitiert von TTIP

November 12, 2014

Washington, 13. November 2014 – Laut einer aktuellen Studie[1] des Atlantic Councils würden kleine und mittelständische Unternehmen in Europa und in den USA von dem geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaftsabkommen (TTIP) profitieren. Die Studie benennt drei wesentliche Hürden für kleine und mittelständische Unternehmen, die TTIP verkleinern würde: Unklarheit in Bezug auf den richtigen Markteinstieg, Probleme bei der Identifikation potenzieller Kunden und ein „verwirrendes Durcheinander von regulatorischen Unterschieden und widersprüchlichen Registrierungsanforderungen“, wie es im Bericht heißt. Befragt wurden Unternehmen mit Sitz in der EU und in den USA.

 „Als zwei streng regulierte, stark umkämpfte und stark integrierte Märkte ist es nur sinnvoll, dass die Europäische Union und die Vereinigten Staaten danach streben, einige der unnötigen Barrieren, die noch immer zwischen ihnen bestehen, zu beseitigen“, sagt Garrett Workman, Autor der von FedEx in Auftrag gegebenen Studie.

Als ein Fallbeispiel nennt die Studie den Automobilzulieferer Feuer Powertrain aus Nordhausen. Das Unternehmen zahlt derzeit im Handel zwischen den Vereinigten Staaten und der EU doppelt Zölle – zum einen für den Import von Materialien aus den USA und zum anderen für den Export der fertigen Produkte aus Europa. Für Geschäftsführer Bernd Gulden ist der Prozess einer möglichen Rückerstattung „ein solch bürokratischer Alptraum und so kostspielig“, dass das Unternehmen inzwischen „aufgegeben hat und einfach die Zölle bezahlt“.

Um auf die Probleme des E-Commerce-Handels einzugehen, wird die derzeit verhandelte TTIP-Vereinbarung erstmals einen Abschnitt zu kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie spezifische Empfehlungen und Reformen in Bezug auf die Zollpolitik und die gesetzlichen Strukturen beinhalten. Dadurch sollen kleine und mittelständische Unternehmen mit Sitz in den 28 Mitgliedsstaaten der EU bzw. in den USA dabei unterstützt werden, die Exporte zwischen diesen beiden Wirtschaftsgiganten zu steigern.

„Vor dem Hintergrund des boomenden Online-Versands ist es für unsere kleinen und mittelständischen Geschäftskunden in Europa und Amerika von entscheidender Bedeutung, dass wir Vorschriften vereinheitlichen, den Bürokratieaufwand verringern, Zölle senken und gesetzliche Regelungen harmonisieren, um den transatlantischen Handel einfacher, kostengünstiger und reibungsloser zu gestalten“, sagt Raj Subramaniam, Executive Vice President, FedEx. „Ziel ist es, ein Abkommen zu schaffen, das für beide Seiten gewinnbringend ist und das sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die wirtschaftlichen Chancen auf beiden Seiten des Atlantiks begünstigt.“

Die Studie enthält zudem eine Reihe von wichtigen politischen Empfehlungen wie:

  • Abschaffung der transatlantischen Zölle
  • Anhebung der Freigrenze für den zollfreien Versand auf 800 US-Dollar
  • Vereinfachung der Produktprüfungs- und Sicherheitszertifizierungsprozesse
  • Anerkennung gleichwertiger Standards
  • Einführung transparenterer Regulierungsprozesse

Dem Bericht zufolge wird eine Entmystifizierung des Exportprozesses den kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen, sich aktiv am Export zu beteiligen. Dies wird aus Sicht des Autors durch die verbesserte Bereitstellung von gemeinsamen Ressourceninformationen sowie einer integrierten und regelmäßig aktualisierten Webseite über verfügbare Leistungen in den EU- und US-Märkten erreicht.

Während TTIP einen bedeutenden Beitrag leisten kann, um die transatlantische Wirtschaft in Schwung zu bringen, gehen die Auswirkungen eines erfolgreichen TTIP-Abkommens weit über die Beziehungen zwischen der EU und den USA hinaus, so der Autor. Es sendet „eine unmissverständliche Botschaft an internationale Partner, dass offene Märkte in Verbindung mit effizienten regulatorischen Rahmenbedingungen, gestützt durch die Grundsätze des Rechtsstaates, noch immer das effektivste und tragfähigste Wirtschaftsmodell sind.“

Hinweis an die Redaktionen: FedEx Pressemitteilungen sind im Internet unter http://news.van.fedex.com/intl/de/de verfügbar. Mehr Informationen finden Sie auch unter fedex.de/koeln.



[1] „The Transatlantic Trade and Investment Partnership: Big Opportunities for Small Business” von Garrett Workman, Global Business & Economics Program, Atlantic Council.

 

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